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Kommunikation klarer machen, Zusammenarbeit stärken

Intern

11.06.2026 – Najra Schaller in der erweiterten Geschäftsleitung

«Viele Dinge wirken klar. Bis man genauer nachfragt.»

Kommunikation klingt selbstverständlich. Im Arbeitsalltag ist sie oft alles andere als klar.

Genau dort setzt Najra Schaller an. Seit Januar 2026 verstärkt sie die erweiterte Geschäftsleitung der neukom engineering ag und bringt dabei nicht nur zusätzliche Verantwortung mit, sondern auch neue Impulse für Zusammenarbeit, Kommunikation und Führung im Alltag.

Kommunikation beginnt im Alltag

Wie wichtig ihr dieses Thema ist, zeigte sich bereits beim diesjährigen Projektleiter-Workshop, den Najra erstmals neu mitgestaltet hat. Statt eines ganzen Tages entschied sie sich bewusst für ein kompakteres Format mit einem klaren Fokus. Gemeinsam mit einer externen Fachperson stellte sie das Thema Führungskommunikation ins Zentrum.

Im Workshop ging es nicht nur um Theorie, sondern vor allem um den Umgang miteinander im Arbeitsalltag. Wie kommunizieren wir intern? Was verstehen verschiedene Personen unter Aussagen wie «das muss schnell gemacht werden» oder «das muss man erledigen»? Was bedeutet eigentlich «schnell» und wer genau ist mit «man» gemeint? Und wie können Missverständnisse reduziert werden?

«Viele Dinge wirken selbstverständlich, sind aber oft nicht klar formuliert», sagt Najra. Genau dort wollte sie ansetzen.

Mit praktischen Übungen setzten sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Kommunikationstypen auseinander und reflektierten ihr eigenes Verhalten. Daraus entstand am Ende ein internes Merkblatt mit konkreten Kommunikationsregeln für den Alltag.

Besonders positiv überrascht war Najra davon, wie offen und aktiv sich die Mitarbeitenden eingebracht haben. Der Workshop zeigte für sie, wie viel Potenzial in einer bewussteren und klareren Kommunikation steckt.

 

Früh Verantwortung übernehmen

Dass ihr Zusammenarbeit und klare Kommunikation wichtig sind, prägt Najra schon seit Beginn ihres Berufswegs.

Ihre Lehre absolvierte sie in Winterthur in einem kleineren Engineering-Büro mit Schwerpunkt HLKS-Planung. Damals war sie die einzige Frau im Betrieb. Die Hierarchien waren klar und der Umgang direkt. Gleichzeitig lernte sie früh, Verantwortung zu übernehmen und Prozesse ganzheitlich zu verstehen.

Eine Aussage ihres damaligen Lehrmeisters begleitet sie bis heute:

«Bevor man mit der Planung beginnt, muss man den Prozess eines Betriebs oder einer Anlage verstehen, um die Arbeit richtig ausführen zu können.»

Dieses Verständnis prägt ihre Arbeitsweise bis heute. Nicht nur Pläne anschauen, sondern verstehen, was in den Räumen geschieht, wie Menschen arbeiten und wie technische Lösungen im Alltag tatsächlich genutzt werden.

Auch Jahre später im nächsten Unternehmen wollte sie Projekte nie nur technisch bearbeiten. Dort durfte sie unter anderem das Kantonsspital St. Gallen mitplanen. Den Prozess eines solchen komplexen Projektes zu verstehen, ist das A und O für eine bedürfnisgerechte Planung.

«Mich hat schon immer interessiert, wie Bauprojekte von der Planung bis zur Fertigstellung organisiert und umgesetzt werden und wie dabei alle Bereiche ineinandergreifen.»

Neue Verantwortung, neue Perspektiven

Mit der neuen Rolle in der erweiterten Geschäftsleitung hat sich ihr Arbeitsalltag verändert. Der operative Anteil ist kleiner geworden, strategische Themen rücken stärker in den Fokus. Statt Projekte selbst von A bis Z umzusetzen, geht es heute vermehrt darum, zu koordinieren, Prioritäten zu setzen und Verantwortung zu teilen.

«Ich bin weniger tief in den Projekten involviert. Das vermisse ich teilweise», sagt sie offen. Gleichzeitig sieht sie darin einen wichtigen Entwicklungsschritt. Loslassen, delegieren und Vertrauen ins Team gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.

Gerade am Anfang hat sie sich bewusst Zeit genommen, zuzuhören und Zusammenhänge zu verstehen. Beziehungen aufbauen, bevor sie aktiv eingreift. Ein Ansatz, der ihr wichtig ist, auch wenn er nicht immer leichtfällt.

 

Offenheit statt Zurückhaltung

Najra möchte den direkten Austausch fördern, unter anderem durch mehr persönliche Gespräche.

«Ich spreche Dinge offen an, auch wenn sie unangenehm sind.» Diese Offenheit möchte sie auch im Team stärken.

Für sie gehört dazu auch, bestehende Wege zu hinterfragen und neue Ansätze zuzulassen. Nicht alles neu erfinden, aber bewusst anders denken, wo es sinnvoll ist.

«Man muss den Mut haben, auch mal vom traditionellen Weg abzuweichen.»

 

Verantwortung gemeinsam tragen

Wenn Najra in zwei Jahren zurückblickt, misst sie Erfolg nicht an persönlichen Leistungen, sondern daran, wie sich das Team entwickelt hat. Workshops, interne Weiterbildungen und eine offenere Zusammenarbeit sollen langfristig Wirkung zeigen.

Gleichzeitig bringt die neue Rolle auch Verantwortung mit sich. Entscheidungen haben grössere Tragweite, und nicht alles lässt sich unmittelbar beeinflussen.

«Früher war ich für mich verantwortlich, heute für das gesamte Unternehmen.»

Gerade diese Verantwortung macht die neue Rolle für sie spannend. Zusammenarbeit stärken, Menschen weiterbringen und gemeinsam etwas bewegen.

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